Die Globalisierung stellt das Management ständig vor neue Herausforderungen. Viele Unternehmen sind bereits international ausgerichtet. Dennoch werden Manager und Unternehmen zukünftig noch deutlich stärker global denken und handeln müssen. Nur wenn ihre Führungskräfte über fachliche und interkulturelle Kompetenzen verfügen, ist ihr Unternehmen erfolgreich am Markt. Interkulturelle Kompetenz zeigt sich insbesondere in einem Global Mindset, in der Fähigkeit, unterschiedliche Kulturen zu verstehen und diese miteinander in Einklang zu bringen.

Die wissenschaftliche Erklärung des Global Mindset hat ihren theoretischen Ursprung in dem Informationsverarbeitungsansatz der Kognitionspsychologie. Demnach kommt es darauf an, wie der internationale Manager die ihn umgebende Umwelt wahrnimmt, diese interpretiert und in ihr sinnstiftend handelt. Die Entwicklung eines Global Mindsets findet dabei auf verschiedenen Ebenen statt: auf individueller Ebene, zum Beispiel auf Geschäftsführer- oder Vorstandsebene, auf der Ebene von Gruppen, zum Beispiel bei Top-Management- und Führungskräfteteams, sowie auf der Ebene der Organisation als Ganzes.

Zu den Kernkompetenzen eines international tätigen Managers gehören interkulturelle Fähigkeiten, Wissen, Einstellungen, Überzeugungen und Werte. Neben notwendigen Persönlichkeitsmerkmalen wie Offenheit, Neugier oder kulturellem Verständnis sind auch interpersonelle Prozesse notwendig, um eine internationale bzw. globale Führungskraft zu werden. Hierzu zählen unter anderem emotionale Resilienz und Sensitivität, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität, die wichtige Erfolgsfaktoren auf dem internationalen Parkett sind. Bei interkulturellen Kompetenzen betrifft dies insbesondere die kognitive und die affektive (emotionale) Verhaltensebene.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Steinbeis-Beratungszentrum Global Mindset & Leadership